ADHS natürlich behandeln oder: die Kreation der „Vogel-Agathe“

ADHSDa dachte ich: „Nehmen wir dem haarsträubenden Unsinn in den Foren die Ladung und setzen etwas drauf!“

So entstand das Bild der „Vogel-Agathe“. Dieser Begriff stammt nicht von mir, sondern von einem inzwischen leider verstorbenen Menschen der etwas älteren Generation.

Was das alles mit dem Aufmerksamkeits-Defizits-und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) zu tun hat?

Wir wollen die Vogel-Agathe beschreiben und man wird verstehen.

Die Vogel-Agathe ist ein Mensch im Alter von 4 bis ca. 15-16 Jahren.
Geschlecht: betrifft beide.
Von den Eltern und der Familie entweder ständig in Watte gelegt und mit den neuesten Designerklamotten versorgt oder gänzlich vernachlässigt und, abgestellt vor dem TV , sich dort die nötigen zwischenmenschlichen Werte wie Wärme, Liebe und Aufmerksamkeit anerziehend.

Vogel-Agathen haben neben sämtlichen Impfungen (ob einzeln oder mehrfach) im Kleinstkindalter regelmäßig Antibiotikabedarf und der kleine Körper, wenn er denn doch noch eine natürliche Reaktion wie Temperaturerhöhung bei einer Erkältung zeigt, macht schon früh Bekanntschaft mit einem Cocktail aus schmerzstillender und fiebersenkender Chemie.

(Anm. des Verfassers: wenn die Mutter allerdings den alternativen Batik-Dreadlock-und Pippi Langstrumpf Look tragend in der Apotheke vorstellig wird, dann erhält die Vogel-Agathe eher die beliebte homöopathische Mischung zur Beruhigung aller -Geister, Einhörner und sonstiger Negativenergien-)

Drängt sich Ihnen ein Schmunzeln oder die Welle der bösen Ablehnung auf?

Geduld, Geduld..

Ein weiteres Kennzeichen der Vogel-Agathe ist die unruhige, frühe Weisheit dieser Menschlein.

Sie wird man dann auch je nach Nest, aus dem sie kommen, im Delikatessen-Supermarkt oder im Bioladen in solcher oder ähnlicher Situation finden:
„Maria-Sofie oder aber Cindy (immer je nach Wohngebiet) möchtest du heute zur Spaghetti die fertige Design-Sauce mit Trüffeln? Oh, Sofie, wie hiess doch gleich das Gewürz, das die Mama letztens zur Sauce XXX dazukaufte? War´s frischer Thymian oder Orchideentau aus Amazonien?“

Entsprechend stelle man sich den Dialog/Monolog der Bio-Mutter/Vater vor.

Die Vogel-Agathe wird indessen je nach familiärem Er(Ver-)ziehungshintergrund fröhlich brabbelnd aus den Bioyoghurtsorten und den umweltschonenden Marmeladen den schiefen Turm von Pisa bauen – selbstverständlich mitten im Weg zwischen den Regalen.

Die Vogel-Agathe wird ferner empört kreischend oder manche mögen sagen sehr weise , weil erwachsen, ihre Meinung kundtun, wenn ein bescheiden zahlender Kunde vorbei möchte und sie im pädagogisch fortschrittlichen Kreativspiel stört.
Dieser freundliche Normalverbraucher läuft dann Gefahr, besonders wenn er im Bioladen nicht zum Locker-Flockig-Outfit passt, energetisch negative Blicke und deftige, aber pädagogisch wohldurchdachte Bemerkungen der freien Erwachsenen zu spüren.

Vogel-Agathen trifft man also allenthalben in allen Gesellschaftsschichten und die andere Diagnose , die diese nicht mehr zu handhabenden Kinder früher oder später erhalten heißt
ADHS.

Auch je nach Auffassung der jeweiligen erziehungsberechtigten Eltern oder anderen Erwachsenen werden die Diagnosen gestellt, bezweifelt, in Foren diskutiert, am Ende behandelt oder auch nicht.

Was soll das Ganze, fragen Sie sich vielleicht?

Nun was hier übertrieben provokant geschrieben steht, spiegelt ein durchaus realistisches Problem wider.

Das Syndom des Aufmerksamkeitsdefizites und der Hyperaktivität kann den Angehörigen, wenn das Kind betroffen scheint, das Leben zur Hölle machen.

Aber:
Vieles ist wirklich hausgemacht.

Kinder im Alter von 4 bis 16 brauchen wie keine andere Altersgruppe Regeln.
Es ist das Alter des Ausprobierens und Lernens.
Das Alter des Austestens der Grenzen.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und für die Inhaltsstoffe Ihrer Naturkosmetik ebensowenig ein Diskussionspartner wie sie bestimmen sollten, was es Abends zu Essen gibt.

Übertriebenes Selbstentscheiden des Kindes hinterläßt Hilflosigkeit und Unsicherheit beim Kind. Ein Kind kann auch die Unsicherheiten wie evtl. eigene Krankheit, Streit mit Partner oder anderen Familienmitgliedern nicht adäquat einordnen.

Das Kind ist nicht der Partner oder Kollege, sondern muss ein Kind bleiben dürfen.

Geboren aus allgemeiner Widersprüchlichkeit der Ansichten in der Kinderheilkunde und Erziehung stehen die Eltern oft vollig verunsichert da.

Am Ende wird nur allzu schnell die Diagnose ADHS gestellt und werden Medikamente verabreicht, deren Langzeitwirkung bis dato keinem bekannt sind.

Was tun?

Sicher habe ich auch Eltern mit Kindern , die solche scheinbaren Auffälligkeiten an den Tag legten, beraten.

Neben der gewohnt gründlichen Analyse der familiären Situation (dazu zählen auch die Großeltern und sonstigen Bezugspersonen der Kinder), konsultiere ich regelmäßig eine homoöpathisch tätige Fachkollegin.
Diese Kollegin spezialisiert sich u.a. auf die homöopathische Behandlung von Kindern.

Das ADHS (wenn wir es mal nicht „Vogel-Agathen-Syndrom“ nennen wollen) hat viele Gesichter.
Deshalb auch viele Lösungsansätze. Diese müssen IMMER individuell bestimmt werden.

Stichworte wie deutliche Strukturen, gesundes und vitaminreiches, regelmäßiges Essen, bei gänzlichem Verzicht auf fast-food und das Fernhalten erwachsenenspezifischer Angelegenheiten von den Kindern sollen nur einige Beispiele sein.

Kinder haben das Potential , sich selbst gut zu therapieren.
In Ansätze des Heilströmens, des Meridianklopfens (EFT) und sicher der Homöopathie können die betroffenen kleinen Patienten mit einbezogen werden.
Freilich OHNE die Last der Entscheidungsfindung ihren Eltern abnehmen zu müssen.

Fragen, Fagen, Fragen??
Klar!
Eine Mail oder ein Telefonat wird immer beantwortet.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Lakowski,
    mir gefallen nach unserem Kennenlernen und der erfolgreichen Therapie unseres 5 Jahre alten Sohnes einige Passagen Ihres Artikel immer besser.

    Unser Sohn war unausstehlich. Wir durchliefen alle Stationen der herkömmlichen Medizin mit dem Ergebnis, dass unser Kind ein bestimmtes Medikament nehmen sollte.
    Diagnose ADHS.

    Sie waren der letzte Anker.

    Ihre Therapien, wie homöopathische Ausleitung der Impfungen (erst Ihre Aufforderung, doch mal in die Erinnerungen zurückzugehen und zu schauen, ob das Kind evtl. Nebenwirkungen nach den Impfungen hatte, ließ mich wach werden. Denn alles, was Sie mir an Nebenwirkungen aufzählten, hatte ich mir in meinem Babytagebuch notiert und: längst vergessen. Weil niemand mich darauf aufmerksam gemacht hatte) und die Nahrungsumstellung und ein straffes Disziplinschema griffen wirklich schnell.

    Sie machten mir deutlich, wie eine regelmäßige Tageseinteilung und eingeforderte Disziplin meinem Kind und mir Sicherheit geben würden.
    Das war wie ein Regen, der all die schönen aber populistischen Informationen der neueren Kleinkindpädagogik von mir abwusch.
    Ich bin die Mutter und die Verantwortung für mein Kind ist meine Aufgabe.
    Erleichtert danke ich Ihnen.
    Ihre Sabine Me.

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