Was sagen Laborwerte

Was finden Sie, liebe Leser ist das Hauptkennzeichen unserer Zeit Anno 2018?

Fühlen Sie sich sicher?

Verlassen Sie sich, wenn ein Mensch der sich als Experte bezeichnet und Sie berät auf dessen Aussagen?

Wenn Sie einmal vergleichen wie es beim Hausarzt vor 20 bis 30 Jahren war?

Was meinen Sie ist der große Unterschied?

Nun, wir diskutieren diese Thematik beinahe täglich in Therapiegesprächen mit meinen Klienten.

Unanim kommen wir zu dem Schluß, dass unsere Zeit in fast allen Facetten „uns alleine läßt“.

Informationen sind nur Informationen. Es erweist sich als enorm schwierig, wenn nicht unmöglich „richtig“ und „falsch“ voneinander zu trennen.
Früher war es anders (auch damals gab es Aspekte, die zu kritisieren sind). Der Hausarzt oder Therapeut war mehr Partner und man vertraute ihm.
So sind zumindest Erfahrungen vieler Menschen, die ich spreche. Einschließlich meiner eigenen.

    Ein aktuelles Beispiel möchte ich mit Ihnen teilen:

Eine Klientin in meiner Praxis erhält seit einigen Jahren Medikamente für ihre Schilddrüse.
Regelmäßig werden die Laborwerte überprüft.
So auch vor wenigen Wochen.

Ich bat die Klientin, mir die Werte zu zeigen.

Gestern war unser regulärer Termin.

Frau M. kam und teilte mir mit, dass man ihr gesagt habe, die Werte seien schlechter geworden.
Und sie habe daraufhin eine Erhöhung ihrer Medikamentendosis bekommen.

Frau M. hatte eine Kopie ihres Schilddrüsenwertes bei sich. Wir sahen nach.

Der Wert war nicht grenzwertig, erhöht oder erniedrigt. Er war völlig im Normalbereich.

Quasi um der Klientin zu zeigen, dass Standard-Laborwerte sich im Laufe der Jahre auch verändern können, gab ich ihr Einblick in zwei Fachbücher, die Ärzte verwenden.

Zum einen der „Klinikleitfaden – Therapie/Notfall“ und zum anderen der „Praxisleitfaden Allgemeinmedizin“.

Wir schlugen ihren gemessenen Laborwert in beiden für Ärzte verbindlichen Büchern nach und fanden Abweichungen.

In beiden Büchern fanden sich Abweichungen was den Normwert dieses bei der Patientin gemessenen Parameters betraf.

  • Was stimmt nun?
  • Zieht der Arzt X das eine Buch zu Rate, bekommt die Patientin in Theorie ein Medikament verschrieben. Konsultiert der Arzt zufällig ein anderes Fachbuch, ist der Laborwert der Patientin im Normbereich und sie kann auf das Medikament verzichten.
  • Was ist nun richtig?

Kurzum wir fanden drei verschiedene Werte in drei verschiedenen relevanten Büchern bzw. der Kopie des einen Labors.

Aufgrund welcher Zahlen entscheidet nun der behandelnde Arzt, wenn es um die Anpassung eines Medikaments geht?

Wenn Sie annehmen, dass der Arzt meiner Klientin erklärt hat, warum er bei einem normalen Laborwert die Medikation erhöht hat, dann irren Sie sich.

Meine Klientin erhielt lediglich von der Sprechstundenhilfe die Mitteilung , dass die Laborwerte schlechter geworden seien und sie mehr Medikamente nehmen müsse.

Soweit- so schlecht.

Warum denke ich hier laut nach?

Weil die Art und Weise wie wir alle heute technischen Daten im Zusammenhang mit unserer Gesundheit das Recht des letzten Worts einräumen kritisch zu betrachten ist.

Wenn ein „technischer Check up“ und nicht ein persönliches Gespräch entscheidet, ob ein Mensch weitestgehend als gesund einzustufen ist, finde ich das bedenklich.

Für mich ein Grund mehr, meinen Klienten ein inzwischen sehr kostbar gewordenes Gut zur Verfügung zu stellen:

  • Zeit, in der Sie 100% meiner Aufmerksamkeit erhalten

Wie unüblich das geworden ist, zeigt unsere ganz aktuelle Geschichte, die ich mit Ihnen geteilt habe.

Experten und selbsternannten Experten unsere Gesundheit völlig kritiklos zu überlassen, kann gefährlich sein.

  • In meiner Praxis sind Sie mein Partner, meine Partnerin in Sachen Ihrer gesundheitlichen Belange.

Ich kann Ihnen immer dann besonders gut helfen, wenn Sie sich aktiv beteiligen und kritische Fragen stellen.

Und dazu lade ich Sie ein:

bleiben Sie kritisch und selbstbestimmt.

Es geht um Sie!

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